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Kinder-Handy-Benutzer und Nicht-Benutzer führen das gleiche Hirntumor-Risiko

Eine Person im Alter von 7 bis 19 Jahren, die regelmäßig ein Mobiltelefon benutzt, hat im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ohne Handy kein statistisch signifikant höheres Risiko, an Hirntumoren zu erkranken, Forscher vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, Basel, Die Schweiz berichtete in der Zeitschrift des National Cancer Institute.
In den letzten Jahren ist der Anteil der Kinder mit Mobiltelefonen in der ganzen Welt stark angestiegen. Eltern, Wissenschaftler und Angehörige der Gesundheitsberufe sind zunehmend besorgt über potenziell unbekannte Gesundheitsrisiken für Kinder, wie das Risiko, an Hirntumoren zu erkranken. Ein Kind hat im Gegensatz zu einem Erwachsenen ein sich entwickelndes Nervensystem. Da Kinder kleinere Köpfe haben als Erwachsene, gibt es auch Bedenken, dass hochfrequente elektromagnetische Felder weiter in ihre Gehirne eindringen könnten.
Bis heute hat keine Studie untersucht, ob die Verwendung von Mobiltelefonen bei Kindern mit einem Hirntumorrisiko verbunden ist.
Martin Röösli, Ph.D. Das Team wollte herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Mobiltelefonnutzung und dem Hirntumorrisiko bei Kindern und Jugendlichen gibt. Sie sammelten Daten aus den Krankenakten von Hirntumorpatienten im Alter von 7 bis 19 Jahren. Details zu ihrer Mobiltelefonnutzung wurden in persönlichen Gesprächen gesucht. Sie sammelten auch Informationen von Anbietern von Telefonnetzen.
Die Studienteilnehmer kamen aus der Schweiz, Schweden, Dänemark und Norwegen und beteiligten sich an 352 Gehirntumoren und 646 gesunden Kontrollpersonen. Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Hirntumors war "nicht statistisch signifikant mehr" unter den Mobiltelefonnutzern, verglichen mit denen, die keinen hatten.

  • 73% (265) der Menschen mit Gehirntumoren gaben an, mindestens 20 Mal ein Mobiltelefon vor ihrer Diagnose benutzt zu haben.
  • 72,1% der gesunden Kontrollpersonen berichteten, dass sie im gleichen Zeitraum mindestens 20 Mal ein Mobiltelefon benutzt hatten.
  • 55% (194) derjenigen mit Gehirntumoren gaben an, dass sie regelmäßige Mobiltelefonbenutzer waren.
  • 51% der gesunden Kontrollpersonen gaben an, dass sie regelmäßige Mobiltelefonbenutzer waren.
  • Selbst unter den höchsten Mobiltelefonnutzern konnte keine Assoziation mit einem größeren Risiko für die Entwicklung von Gehirntumoren gefunden werden.
Die Autoren haben geschrieben:
"Da wir bei den meisten dieser Analysen keine klare Expositions-Wirkungs-Beziehung gefunden haben, unterstützen die verfügbaren Daten keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Mobiltelefonen und Hirntumoren."

Dennoch raten die Forscher zu einer sorgfältigen Überwachung: In den letzten Jahren hat die Nutzung von Mobiltelefonen in dieser Altersgruppe deutlich zugenommen.

Begleitendes Editorial

John D. Boice, Jr., ScD. und Dr. Robert E. Tarone vom International Epidemiology Institute in Rockville, Maryland und der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, schrieben:
"(Röösli und Team) ..." haben eine wichtige Wissenslücke geschlossen, indem sie bei Kindern und Jugendlichen, die normale Handy-Nutzer sind, kein erhöhtes Risiko für Hirntumore zeigen "

Hirntumorraten in den USA und einigen anderen Industrienationen haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten bei Erwachsenen, Kindern oder Jugendlichen nicht verändert, erklärten die Autoren. Dies ist beruhigend, trotz einer enormen Zunahme der Mobiltelefonnutzung.
Sie stimmen den Studienforschern zu, dass die Inzidenzraten weiterhin genau beobachtet werden sollten. Sie weisen darauf hin, dass Personen, die sich um die Exposition sorgen, die Möglichkeit haben, die Freisprecheinrichtung des Geräts zu verwenden oder einen Ohrhörer zu verwenden.
Sie fügen hinzu, dass nachgewiesene Gefahren der Mobiltelefonnutzung beachtet werden sollten, wie Fahren während des Sprechens oder Schreibens, was bekanntermaßen das Risiko eines Autounfalls oder eines Überfahrens eines Fußgängers erhöht.

"Handy-Nutzung und Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen: Eine Multicenter-Fall-Kontroll-Studie"
Denis Aydin, Maria Feychting, Joachim Schüz, Tore Tynes, Tina Vie Andersen, Lisbeth Samsø Schmidt, Aslak Harbo Poulsen, Christoffer Johansen, Michaela Prochazka, Birgitta Lannering, Lars Klöboe, Tone Eggen, Daniela Jenni, Michael Grotzer, Nicolas Von der Weid, Claudia E. Kuehni und Martin Röösli
J Natl Krebs Inst (2011) doi: 10.1093 / jnci / djr244
Geschrieben von Christian Nordqvist

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